Pflegetagebuch

Sie können den Tagesablauf am besten belegen, wenn Sie Pflegetagebuch führen. In dieses Tagebuch, das sie bei der Krankenkasse oder der zuständigen Pflegekasse erhalten, werden alle Tätigkeiten, ihre Häufigkeit und zeitliche Dauer eingetragen.

Sie müssen das Tagebuch nicht immer führen, es soll lediglich als eine Art Hilfestellung für den Gutachter dienen, eine bessere Übersicht über die benötigte Hilfe des Betroffenen zu erhalten. Beginnen Sie mit dem Tagebuch, wenn Sie Leistungen der Pflegeversicherung für Ihren Angehörigen beantragen.

Recht auf Widerspruch

Sollten Sie mit der erteilten Pflegestufe nicht einverstanden sein, haben sie das Recht Widerspruch einzulegen. Die Frist dafür ist 1 Monat nach Einstufung. Um ein Einhalten der Frist zu verhindern, ist es ratsam, sofort ein formloses Schreiben an die Krankenkasse zu senden, mit der gleichzeitigen Bitte um Zusendung des Gutachtens. Anhand des Gutachtens können sie die Pflegestufe überprüfen und ein anschließendes Schreiben an die Pflegekasse senden, in dem sie die wirklichen Zeiten/den wirklichen Aufwand detailliert darstellen.
Auf Ihren Widerspruch hin wird ein Termin zu erneuten Begutachtung mitgeteilt.

Download-Tipp: Ein Musterschreiben für einen Widerspruch können Sie im Internet herunterladen. Unter www.pflegezentrum.de/download.html finden Sie eine Auswahl an Dokumenten.

Beantragung einer Höherstufung

Wenn sich der Gesundheitszustand des Pflegebedürftigen verschlechtert, kann bei der zuständigen Pflegekasse zu jeder Zeit ein Antrag auf Höherstufung gestellt werden. Auch hier empfiehlt es sich ein aktuelles Pflegetagebuch vorlegen zu können, in dem genau verzeichnet ist, in welchen Bereichen Verschlechterungen im Zustand des Pflegebedürftigen und damit ein Zuwachs an benötigter Zeit zu erkennen ist.

Download-Tipp: Ein Musterschreiben für einen Antrag auf Höherstufung können Sie im Internet herunterladen. Unter www.pflegezentrum.de/download.html finden Sie eine Auswahl an Dokumenten.