Die Vorstandschaft des AWO Kreisverband Rottweil e. V.

Die Vorstandschaft des AWO Kreisverband Rottweil e. V.

Einstimmig gewählt wurde der AWO-Kreisvorstand(von links): Mirko Witkowski, Gaby von Au, Margit Hoffmann, Reinhold Kalmbach, Hans-Peter Faißt, Elke Ringl-Klank, Hans Häckel, Bärbel Porzelt, Manfred Schwanzer und Petra Staiger

 

AWO besetzt Vorstand teils neu

Landkreis Rottweil (wit). Mit einem teilweise neu besetzen Vorstand startet der Kreisverband Rottweil der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in die kommenden drei Jahre. Neben den Wahlen standen in der Kreisdelegiertenkonfrenz auch Berichte sowie ein Referat von Gabriele Teichmann über die Arbeit von „AWO International“ auf der Tagesordnung. Getroffen haben sich die Delegierten aus den AWO-Ortsvereinen im Gasthaus „Hochbrücke“ in Rottweil.

13 Monaten waren seit der Kreisdelegiertenkonferenz in Oberndorf vergangen, als die Delegierten zuletzt die Berichte entgegennahmen. Zwischenzeitlich hatte der Vorstand acht Mal getagt und unter anderem im Oktober 2015 die AWO-eigene Nachsorgeklinik Katharinenhöhe besucht, informierte AWO-Kreisvorsitzender Hans-Peter Faißt (Rottweil). Zum Jahresende 2015 zählte die AWO im Landkreis Rottweil 413 Mitglieder. Die 25 Mitglieder aus dem Ortsverein Sulz haben sich mittlerweile dem AWO-Ortsverein Oberndorf angeschlossen.

Ein zentrales Thema war in den vergangenen Jahren die Zukunft des Vaihinger Hofs. Erfreut ist man bei der AWO, dass in dem früheren Freizeitheim nun Frauen und Kinder Zuflucht gefunden haben, die wegen des Bürgerkriegs ihre Heimat verlassen mussten. Auch wenn die AWO mit dem Vaihinger Hof direkt nichts mehr zu tun hat, sind dort doch die Mitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienstes (JMD) der AWO aktiv. Der JMD feierte am 15. Oktober vergangenen Jahres sein zehnjähriges Bestehen.

Erfreut zeigte sich Hans-Peter Faißt, dass die Verbandskoordinatoren des AWO-Bezirks Baden in Rottweil getagt haben. Um einen Kleiderladen erweitert hat der AWO-Ortsverein Oberndorf das von ihm betriebene Kontor. Bereits seit zehn Jahren besteht der Krankenhilfefonds der AWO, was in diesem Jahr gefeiert werden wird. Mit einer Aktionswoche will die AWO vom 11. bis 19. Juni auf sich aufmerksam machen.

Über eine positive Entwicklung in der Kasse des AWO-Kreisverbands informierte Kassiererin Elke Ringl-Klank (Schramberg). Revisor Karl Saile, der die Kasse zusammen mit Hans-Werner Fischer geprüft hatte, bestätigte eine einwandfreie Kassenführung.

Die rührigen Ortsvereine und die Arbeit des Kreisvorstands würdigte Geschäftsführer Peter Hirsch: „Alle Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet.“ So wurden dann auch Vorstand und Kassierer einstimmig entlastet.

Bevor das neue Vorstandsteam gewählt wurde, verabschiedete Hans-Peter Faißt gleich vier langgediente Mitstreiter. Günter Böss, Urgestein Klaus Fleck, der langjährige frühere AWO-Kreisvorsitzende Reiner Roth und Urgestein Karl Saile verzichteten auf eine erneute Kandidatur.

Durchweg einstimmig verliefen die Wahlen: Weitere drei Jahre ist Hans-Peter Faißt (Rottweil) Vorsitzender, sein Stellvertreter bleibt Mirko Witkowski (Schramberg) und Kassiererin Elke Ringl-Klank (Schramberg). Neuer Schriftführer ist Manfred Schwanzer (Oberndorf), der Klaus Fleck ablöste, nachdem dieser auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Beisitzer sind: Gaby von Au, Reinhold Kalmbach (beide Rottweil), Barbara Porzelt, Petra Staiger (beide Schramberg), Hans Häckel und Margit Hoffmann (beide Oberndorf). Revisoren sind Hans-Werner Fischer und Otto Haller (beide Rottweil.

Nachdem die Regularien in gerade mal einer Stunde erledigt waren, informierte Gabriele Teichmann über die Arbeit von „AWO International“. Bevor sie jedoch in ihren Vortrag einstieg, würdigte sie in ihrer Funktion als stellvertretende AWO-Bezirksvorsitzende die Arbeit der AWO im Kreis Rottweil: „Ihr gebt den Menschen die Würde zurück.“ Deutlich machte sie in ihrem Vortrag über „AWO International“, dass die Solidarität keine Grenzen kennt. „AWO International“ ist der Fachverband der Arbeiterwohlfahrt für Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.  In Asien und Mittelamerika führt die AWO zusammen mit lokalen Partnerorganisationen Projekte zur Stärkung benachteiligter Menschen durch. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Konzept, nachhaltige Entwicklung das Ziel. In der Entwicklungszusammenarbeit geht es darum, die Zivilgesellschaft zu stärken und Armut nachhaltig zu bekämpfen. AWO International engagiert sich im Falle von Katastrophen in der humanitären Nothilfe und im Wiederaufbau. Themen von AWO International sind: Kinder- und Jugendrechte, Migration und Menschenhandel, Gleichberechtigung der Geschlechter, Klimaschutz und ländliche Entwicklung, Humanitäre Hilfe und Katastrophenvorsorge sowie Lobby und Advocacy. Letzteres zielt darauf ab, Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, die benachteiligt und ausgegrenzt werden, eine Stimme zu geben und ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.